Den Vorsitz machen die Fuhrmänner unter sich aus

"Komische Gesellschaft" blickt zufrieden zurück und hat viel vor

Bad Tölz (ig) Auch die ambitioniertesten Künstler müssen sich zwischendurch mit schnöder Bürokratie beschäftigen; so bleibt denn auch der Theaterverein "Komische Gesellschaft" von offiziellen Terminen nicht verschont.

Die etwa 30 Mitglieder, die sich in der "Lust" trafen, mussten sich warm anziehen - der Ofen war ausgefallen. Der Versammlung allerding tat's keinen Abbruch. Wichtigster Tagesordnungspunkt war die Neuwahl. Tobi Fuhrmann, bisheriger Vorstand und Mann der ersten Stunde, musste den Posten aus beruflichen Gründen abgeben.

Doch die KG-Fäden bleiben in der Familie: Benedikt Fuhrmann, 22 Jahre und Sozialpädagogik-Student in Benediktbeuern, übernahm. Außer diesem Wechsel gab es keine großen Veränderungen in der Führungsriege des Vereins. Zweiter Vorstand blieb weiterhin Thomas Jurda, Kassier Christian Schumacher-Gebler, Schriftführer Gotthard Thomé. Als Beisitzer fungiert nun Pit Hansing und als Kassenprüfer Raik Nordhausen.

1999, so das Resümee des alten Vorstandes, war ein Jahr der Feste: Fünf-Jahres-Feier, Verleihung des Tassilo-Preises und diverse andere Aktivitäten, die dem "Kennenlernen und der Atmosphäre untereinander", so Fuhrmann, dienten. Erstmals wurden vier Theaterstücke inszeniert, darunter im Frühjahr auch "Der Park", der mit 900 zahlenden Gästen alle bisherigen Zuschauerzahlen überbot. Insgesamt war es offenkundig ein erfreuliches Jahr für die KG, auch mit den Finanzen schaut's für den doch noch recht jungen Verein gut aus.

Für die kommende Saison steht ein "gewagtes" Stück an, möglicherweise surreal, aber genaueres wird noch diskutiert. Sicher ist jedenfalls, dass die vielen anderen kreativen Veranstaltungen wie Video- und Hörspielwettbewerbe, Impro-Theater und Dichterwettstreit und die Sommerkino-Reihe fortgesetzt werden.

Interessant wird die KG nun auch für andere Künstler:
Parallel zu laufenden Stücken plant man Ausstellungen zum jeweiligen Thema. Damit wären zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Kurzweilige Pausen und eine Verschönerung der doch etwas kahlen "Lust"-Wände.

Tölzer Kurier, 29.2.2000